Mit ihnen, nicht gegen sie. Das WEF nennt das die „shifting human-machine frontier": bis 2030 verschiebt sich der Anteil automatisierter Tätigkeiten in fast allen Branchen, aber im Gesundheitswesen kommt der größte Teil dieser Verschiebung nicht durch Ersatz, sondern durch Augmentation und Mensch-Maschine-Kollaboration (z. B. Bewegungsanalyse per Sensoren, Therapie-Apps für Hausaufgaben, KI-Doku).
Zum Vergleich: in Versicherungen und Telekommunikation sind über 95 % der Verschiebung echte Automation, im Gesundheitswesen liegt der Augmentations-Anteil hingegen bei fast 50 %.
Der IAB-Forschungsbericht 23/2025 bestätigt das mit deutschen Zahlen: Für das Gesundheitswesen ergibt das KI-Szenario zwar Effizienzgewinne in Verwaltung und Diagnostik (was im Bericht rechnerisch zu ca. 50.000 weniger Stellen führt), wird aber explizit nicht als Verschlechterung interpretiert, sondern als „effizienterer Einsatz knapper Ressourcen" in einem Sektor mit chronischem Fachkräftemangel.
Quellen: WEF FoJ 2025, S. 36 (Human-Machine Frontier nach Branche); IAB-Forschungsbericht 23/2025, S. 27 (Abbildung 13, Top-10-betroffene Wirtschaftsbereiche)