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Datenstand: 01.06.2026

Wie viel verdient ein Physiotherapeut 2026?

Stand 2026-06-01, Datenquellen BA Entgeltatlas und TVöD-VKA

Auf einen Blick

Physiotherapeut:innen in Deutschland verdienen 2026 einen Brutto-Vollzeit-Median von ca. 3.248 € pro Monat (Spezialist, KldB 81713). Die konkreten Spannen:

  • Bundes-Median: 3.248 € (Brutto, Vollzeit, Spezialist)
  • 25-%-Perzentil: 2.757 € (unteres Viertel)
  • 75-%-Perzentil: 3.839 € (oberes Viertel)
  • Regionale Spannweite: Berlin (3.561 €) bis Thüringen (2.886 €)
  • TVöD-VKA Krankenhaus: 3.294,98 € (E7 Stufe 1, Einstieg) bis 4.045,24 € (E7 Stufe 6, 15 Berufsjahre)

Quelle BA Entgeltatlas + TVöD-VKA West. Zusätzlich je nach Arbeitgeber Zulagen, Jahressonderzahlung und LOB-Anteile.

Bundes-Median

3.248 €

Brutto-Vollzeit, Spezialist

Spannweite Bundesländer

2.886 bis 3.561 €

Thüringen bis Berlin

TVöD-VKA E7 Spanne

3.295 bis 4.045 €

Stufe 1 (Einstieg) bis Stufe 6 (15 J.)

Was die Zahlen konkret bedeuten

Der BA-Entgeltatlas-Median ist der mittlere Brutto-Vollzeit-Wert über alle Arbeitgeber-Typen hinweg: Kliniken, ambulante Praxen, Reha-Einrichtungen, Heime und Krankenkassen-Dienste. Diese Mischung erklärt einen großen Teil der Spreizung. Wer in einer tariflich gebundenen Klinik (TVöD-VKA) arbeitet, verdient nach E7 Stufe 3 3.682,69 € Brutto pro Monat, was deutlich über dem Bundes-Median liegt. Viele ambulante Praxen zahlen dagegen unter Tarif, was den Median nach unten zieht.

Wichtig zur Einordnung: Die ausgewiesenen Werte gelten für Vollzeit-Beschäftigte. Rund 55 % aller Physiotherapeut:innen arbeiten in Teilzeit (BA Beschäftigtenstatistik KldB 8171), das tatsächlich bezogene Bruttogehalt vieler Beschäftigter liegt damit anteilig niedriger.

Top-5 Bundesländer nach Median-Brutto

  1. 1.Berlin3.561
  2. 2.Hamburg3.462
  3. 3.Baden-Württemberg3.324
  4. 4.Bayern3.305
  5. 5.Nordrhein-Westfalen3.303
Alle 16 Bundesländer im Vergleich →

Häufige Fragen zum Gehalt von Physiotherapeut:innen

Der Brutto-Vollzeit-Median für Physiotherapeut:innen (Spezialist, KldB 81713) liegt 2026 bundesweit bei ca. 3.248 € pro Monat. Das 25-%-Perzentil bei 2.757 €, das 75-%-Perzentil bei 3.839 €. Heißt: 50 % der vollzeitbeschäftigten Physiotherapeut:innen verdienen zwischen diesen Werten. Quelle: BA Entgeltatlas, Stand 2026-06-01.

Den höchsten Brutto-Vollzeit-Median für Physiotherapeut:innen erreicht 2026 Berlin mit 3.561 € pro Monat. Den niedrigsten Thüringen mit 2.886 €. Die regionale Spreizung beträgt damit rund 675 € pro Monat oder 23 %. Quelle: BA Entgeltatlas.

Im kommunalen Krankenhaus (TVöD-VKA West, gültig ab 01.05.2026) verdient eine Physiotherapeut:in mit staatlich anerkannter Ausbildung in der Eingangsstufe E7 Stufe 1 3.294,98 € pro Monat Brutto. Nach 15 Berufsjahren (E7 Stufe 6) sind es 4.045,24 €. Mit Leitungsfunktion in E9b Stufe 6 erreicht das Brutto 5.313,37 €. Hinzu kommen Jahressonderzahlung (70 bis 85 % einer Monatsvergütung je nach EG), Schicht- und Wechselschicht-Zulagen sowie LOB-Anteile, die das tatsächliche Brutto typischerweise um 8 bis 15 % erhöhen.

Berufseinsteiger:innen verdienen üblicherweise auf Fachkraft-Niveau (KldB 81703), nicht auf Spezialist-Niveau. Der Median dort liegt typischerweise 300 bis 500 € unter dem Spezialist-Median, also bei rund 2.750 bis 2.950 € Brutto-Vollzeit. Im TVöD-VKA bedeutet das die Eingangsstufe E7 Stufe 1 mit 3.294,98 € (Stand 2026). Mit MT-Qualifikation, Bobath oder Lymphdrainage erfolgt häufig ein Sprung in die Spezialist-Eingruppierung (E8 statt E7).

Es gibt keine offizielle Vergleichsstatistik. Die reale Spannweite ist enorm: Eine Solo-Praxis ohne Mitarbeitende erzielt finanziell oft ein vergleichbares Netto wie eine angestellte Position. Praxen mit mehreren Mitarbeitenden, gutem Standort und hohem Privatpatienten-Anteil können deutlich fünfstellige Monatsgewinne erzielen. Was den Verdienst tatsächlich bestimmt: Standort, Praxisgröße, Anzahl angestellter Therapeut:innen, Privatpatienten-Anteil, Spezialisierungen und Auslastung. Detailliert in unserem Vergleich Angestellt vs. selbstständig.

Der BA Entgeltatlas unterscheidet vier Anforderungsniveaus: Helfer (1), Fachkraft (2), Spezialist (3) und Experte (4). Die meisten staatlich anerkannten Physiotherapeut:innen werden auf Spezialist-Niveau (KldB 81713) erfasst, vor allem mit Zusatzqualifikationen wie Manueller Therapie, Bobath oder Lymphdrainage. Auf Fachkraft-Niveau (KldB 81703, ohne Spezialisierung) liegt das Median-Gehalt typischerweise 300 bis 500 € niedriger. Eine MT-Fortbildung kann damit zur Lohngruppen-Eingruppierung führen, die sich monatlich auswirkt.

Bei einem Brutto-Vollzeit-Median von 3.248 € pro Monat und Steuerklasse I (ledig, kinderlos) bleibt nach Lohnsteuer, Soli, Krankenversicherung, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung typischerweise ein Netto-Gehalt von ca. 2.150 bis 2.250 € pro Monat. Bei verheiratet ohne Kinder (Steuerklasse III) sind es etwa 100 bis 200 € mehr. Konkrete Werte hängen von Bundesland (Kirchensteuer), Krankenversicherungs-Zusatzbeitrag und vermögenswirksamen Leistungen ab. Für eine persönliche Brutto-Netto-Rechnung empfehlen wir den Brutto-Netto-Rechner des BMF.

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Datenquellen und Methodik

  • Median- und Quartile: BA Entgeltatlas, KldB 81713 (Physiotherapie, Spezialist), Anforderungsniveau 3, Stand 2026-06-01.
  • TVöD-Tabelle: oeffentlicher-dienst.info, TVöD-VKA West, Tarifrunde 2026, gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027.
  • Teilzeit-Anteil: BA Beschäftigtenstatistik, KldB 8171, Stand 30.09.2025.

Aktualisierung quartalsweise. Herausgeber: RAN Experts GmbH, Reinsburgstr. 4, 70178 Stuttgart. Trotz sorgfältiger Aufbereitung übernehmen wir keine Gewähr für Aktualität und Vollständigkeit. Die Werte sind Brutto-Vollzeit-Median und nicht das tatsächlich von einzelnen Personen bezogene Bruttogehalt.